Pokémon-Karten restaurieren lassen: was geht, was kostet es?
Von Natascha, studierte Restauratorin

Eine Delle in der Holo-Karte, ein Knick in der Lieblingskarte aus der Kindheit oder ein grauer Schmutzfilm nach Jahren im Schuhkarton: Viele Schäden an Sammelkarten lassen sich deutlich verbessern. Hier erfährst du, was realistisch ist.
Was bei einer Restaurierung gemacht wird
Je nach Zustand reicht die Arbeit von einer schonenden Reinigung bis zum Glätten von Dellen und Knicken. Bei der Reinigung werden Fingerabdrücke, Staub und Ablagerungen entfernt, ohne die Oberfläche anzugreifen. Bei Dellen und leichten Knicken wird das Papier gezielt mit Feuchtigkeit, Wärme und Druck behandelt, damit sich die Fasern wieder ausrichten.
Was nicht möglich ist
Abgeriebene Farbe an den Kanten, das sogenannte Whitening, kann man nicht ehrlich rückgängig machen, sondern nur übermalen. Das mache ich nicht, weil es Käufer und Grading-Firmen täuscht. Auch tiefe Kratzer und starke Wasserschäden lassen sich meist nur abmildern.
Was kostet es?
Eine einfache Reinigung beginnt bei mir ab 19 € pro Karte, das Glätten von Dellen und leichten Knicken ab 35 € und eine aufwendige Restaurierung ab 49 €. Bei sehr wertvollen Karten erstelle ich ein individuelles Angebot. Die aktuellen Preise findest du bei den Leistungen.
Worauf du achten solltest
- Du bekommst vor der Arbeit eine ehrliche Einschätzung und einen festen Preis.
- Der Zustand wird vorher und nachher mit Fotos dokumentiert.
- Der Rückversand ist versichert.
- Es wird offen gesagt, was nicht gemacht wird, zum Beispiel Übermalen.
Muss ich eine Restaurierung beim Verkauf angeben?
Ja, das solltest du. Wer eine bearbeitete Karte als unberührt verkauft, riskiert Ärger mit dem Käufer. Eine Reinigung ist dabei etwas anderes als das Kaschieren von Schäden. Im Zweifel lieber offen kommunizieren.